Ausgabe   Newsletter Asyl 2002
Datum März 2002
 
 
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1.

Wichtige Neuerscheinung !

Materialien zur Traumaarbeit mit Flüchtlingen

Beratung, Betreuung und Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen
Aspekte professionellen Handelns

Herausgegeben vom Deutschen Roten Kreuz
Gefördert aus Mitteln der Europäischen Kommission
In insgesamt sechs als eigenständige Hefte konzipierten Manualen werden die verschiedenen Aspekte der Beratung, Betreuung und Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen dargestellt. Die Manuale werden in einem Ordner geliefert und nach Bedarf in Zukunft ergänzt.
Ordner mit 6 Manualen 29,80 Euro Subskriptionspreis bis 31.10.2003, danach 35,00 Euro, Bestelll-Nr: 3-86059-420-6
Die Manuale sind auch einzeln erhältlich, jeweils zum Preis von 7,80 Euro (ab 10 Exemplaren 7,00 Euro, ab 50 Exemplaren 6,00 Euro)

Manual 1: Psychische und physische Reaktionen von Flüchtlingen nach Kriegs- und Gewalterfahrungen. Über den Umgang mit dem Trauma,
von Kathrin Groninger, Irene Petzoldova, Joachim Rüffer, Wiebke Würflinger 0-421
Manual 2: Trauma des Exils. Abhängigkeitssyndrom. von Wolf Bernhard Emminghaus, Juliane Grodhues, Werner Morsch, ISBN 0-422
Manual 3: Zusammenarbeit von Sozialarbeit und Psychologie in der Traumaarbeit mit Flüchtlingen: Synergetische Effekte im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes, von Wolf Bernhard Emminghaus, Juliane Grodhues, Werner Morsch, ISBN 0-423
Manual 4: Interkulturelle Kompetenz von Wolf Bernhard Emminghaus, Juliane Grodhues, Wernder Morsch, ISBN 0-424
Manual 5: Sprachmittler im Beratungs- und Behandlungskontext, Radmila Tosic-Mernarzadeh, Claudia Egenolf, Carmen Giesin, Asuman Besikci, ISBN 0-425
Manual 6: Helping and treating traumatised refugees - A professional approach, Manfred Mohr (ed) ISBN0-426
Lieferbar ab Sommer 2003 - Bestellungen werden vorgemerkt.

pdf-Datei dazu

2.

Europa - Entwicklung der Asylgesetzgebung auf EU-Ebene
"Eine erste Einführung in den Stand eines Gesetzgebungsverfahrens, das die Lebenswirklichkeit von Flüchtlingen und Migranten bald maßgeblich bestimmen wird"
Jürgen Blechinger, Referent für Migration und Flüchtlinge beim Diakonischen Werk Baden, erläutert die geltenden und geplanten Verordnungen für die Behandlung von Flüchtlingen im EU-Bereich. Bis Ende 2004 soll der Prozess der Vereinheitlichung abgeschlossen sein. Vor allem die Bundesregierung und CDU/CSU versuchen die bestehenden und geplanten Restriktionen der deutschen Asylgesetzgebung europaweit zu verankern. Nur einige Stichworte seien genannt: Die Möglichkeit der Internierung von Flüchtlingen, Residenzpflicht, Begrenzung des Familiennachzugs und die Einschränkung der beratenden Tätigkeit von NGOs.

der gesamte Wortlaut 

3.

Entwurf eines Gesetzes zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern (Zuwanderungsgesetz)
Hierbei handelt es sich um die offizielle Zusammenfassung des Innenministeriums zum Ausländer- und Asylrecht

der gesamte Wortlaut

Georg Classen vom Flüchtlingsrat Berlin kommentiert diesen Entwurf:
"Offenbar plant Rot-Grün, vor allem auf geduldete Flüchtlinge massiv Druck auszuüben und die Betroffenen tendenziell in die Illegalität zu treiben."

mehr dazu

Kabinettsbeschluss über Zuwanderungsgesetz verschoben Berlin (epd)14.09.01
Der Entwurf für ein Zuwanderungsgesetz wird nicht wie vorgesehen am 26. September vom Kabinett beschlossen. Für die Verschiebung seien Termingründe maßgeblich, sagte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye am Freitag in Berlin. In der letzten September-woche finde wegen der nach den Terroranschlägen in den USA verschobenen Haushaltsdebatte des Bundestags keine Kabinettssitzung statt. Einen neuen Termin gebe es derzeit noch nicht. Zugleich bekräftigte Heye, an dem Ziel, die Zuwanderung und das Ausländerrecht neu zu regeln, werde festgehalten.

4.

Urteil zum Rechtsstreit der Rechtsanwaltskammer Stuttgart gegen Caritas Verband und Dr. Hammel
Aus der Presseerklärung von Hubert Heinhold, Rechtsanwalt:
Das Landgericht Stuttgart hat am 21.06.2001 die Rechtsauffassung des Caritas Ver-bandes Stuttgart und ihres Mitarbeiters, Herr Dr. Hammel, zu weiten Teilen bestätigt. Für zulässig gehalten wird nicht nur - dies hat auch die Rechtsanwaltskammer durch Klagerücknahme ausdrücklich eingeräumt - die Beratung und Vertretung im außerge-richtlichen Verwaltungs- und Sozialhilfeverfahren durch Mitarbeiter der Caritas, sondern teilweise auch im gerichtlichen Verfahren. Nicht nur im Insolvenzverfahren, sondern auch generell im Prozeßkostenhilfeverfahren und in Eilfällen darf die Caritas ihrer hilfsbedürf-tigen Klientel beistehen. Lediglich die Vertretung im regulären gerichtlichen Verfahren wurde der Caritas untersagt. .......
5.

Kindergeld-Erlass 
Ein Erlass der Bundesanstalt für Arbeit (vom 16.03.2001) klärt über neue rechtliche Voraussetzungen für Kindergeld auf. Davon betroffen sind Arbeitnehmer aus dem ehemaligen Jugoslawien sowie aus der Türkei, die hier nur mit einer Duldung, einer Grenzübertrittbescheinigung, als Asylbewerber, mit einer Aufenthaltsbefugnis oder einer Aufenthaltsbewilligung leben oder gelebt haben. Hierzu wurde ein Merkblatt erstellt, das ebenfalls hier abrufbar is
t
6.

Neues Rechtsgutachten zur Situation "Illegaler"
Das erste Rechtsgutachten zur Situation der sogenannten Illegalen von Ralf Fodor und Jörg Alt belegt, dass auch die "Papierlosen" einen Rechtsanspruch bei Gericht einklagen können, z.B. für die Zahlung von Arbeitslohn oder die Möglichkeit, dass ihre Kinder die Schule besuchen können. 

mehr dazu... 

7. Rechte der FlüchtlingskinderWegen eines Vorbehalts bei der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention dominieren in Deutschland bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen oftmals restriktive Rechtsvorschriften vor dem Kindeswohl. Die Arbeitsgemeinschaft "Pro Asyl" hat deshalb die bundesweite Kampagne "Alle Kinder haben Rechte" gestartet, um die Bundesregierung zur Rücknahme des Vorbehalts zu bewegen. Näheres zur Unterstützung der Kampagne (Infos/Aufruf/Unterschriftslisten) kann hier abgerufen werden. 
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